Definition, Was ist Amalgam?
Amalgam ist ein klassisches Füllungsmaterial, das lange vor allem für Füllungen im Seitenzahnbereich genutzt wurde. Es besteht aus einer Legierung von Quecksilber mit weiteren Metallen.
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Ursache, Warum wird es kaum noch verwendet?
Das Verbot hat vor allem umweltpolitische Gründe und geht auf die Minamata-Konvention zur Verringerung von Quecksilber zurück. Bereits seit 2018 durfte Amalgam nicht mehr bei Schwangeren, Stillenden und Kindern unter 15 Jahren verwendet werden. Seit dem 1. Januar 2025 gilt in der EU ein grundsätzliches Verbot für neue Füllungen.
Merkmale
- Silbrig-graue Farbe, dadurch im Mund gut sichtbar
- Enthält etwa zur Hälfte Quecksilber, gebunden in einer festen Metalllegierung
- Nach fachlicher Einschätzung geben intakte Füllungen nur minimale Mengen Quecksilber ab
- Wird seit 2025 in der EU nicht mehr für neue Füllungen eingesetzt
Behandlung
Für neue Füllungen kommen heute alternative Materialien zum Einsatz, zum Beispiel Komposit oder Glasionomerzement. Gesetzlich Versicherte erhalten im Seitenzahnbereich weiterhin eine Füllung als Regelversorgung. Intakte alte Amalgamfüllungen können in der Regel im Mund verbleiben, eine vorsorgliche Entfernung wird nicht empfohlen.
Quelle: DGZMK, Hintergrundinformation zum Amalgamverbot in der EU zum 01.01.2025, sowie BZÄK, Stellungnahme zu Amalgam, abgerufen im Juli 2026.

