Wie oft und wie lange solltest du putzen?
Beim Zähneputzen gilt: Viel hilft nicht viel. Empfohlen ist, zweimal täglich mindestens zwei Minuten zu putzen und dabei alle Flächen gleichmäßig zu erwischen.¹ ² Dreimal täglich oder minutenlanges Schrubben bringt keinen Vorteil, im Gegenteil, zu festes Putzen kann Schmelz und Zahnfleisch schaden. Entscheidend ist nicht die Häufigkeit über zwei Einheiten hinaus, sondern wie gründlich und schonend du putzt.
Die richtige Putztechnik, Schritt für Schritt
Wichtig ist ein System, damit keine Fläche vergessen wird, also zum Beispiel immer in derselben Reihenfolge durch alle Bereiche gehen. Für Erwachsene eignen sich leichte Rüttelbewegungen vom Zahnfleisch zum Zahn, damit der Belag gelöst und nicht unter das Zahnfleisch geschoben wird.¹ Besonders wichtig ist der Übergang zwischen Zahn und Zahnfleisch.¹ Putze mit Gefühl, nicht mit Kraft, und nimm eine weiche bis mittlere Bürste.
Handzahnbürste oder elektrisch, was ist besser?
Diese Frage stellt sich fast jeder. Die ehrliche Antwort: Ob du eine Handzahnbürste oder eine elektrische verwendest, bleibt dir überlassen.¹ Beides kann gründlich reinigen, wichtig ist in beiden Fällen die Mindestdauer von zwei Minuten und die richtige Technik.¹ Eine elektrische Bürste nimmt dir die Technik etwas ab, manchen fällt das im Alltag leichter. Tausche die Bürste oder den Bürstenkopf etwa alle drei Monate, abgenutzte Borsten reinigen schlechter und können das Zahnfleisch reizen.¹
Warum fluoridhaltige Zahnpasta unverzichtbar ist
Fluorid ist der Wirkstoff, der den Kariesschutz bringt: Es härtet den Zahnschmelz, macht ihn widerstandsfähiger gegen Säure und kann beginnende Schäden reparieren.¹ Für Erwachsene sollte die Zahnpasta etwa 1500 ppm Fluorid enthalten, eine erbsengroße Menge genügt.¹ Auf Fluorid zu verzichten, erhöht das Kariesrisiko deutlich.¹
Zahnzwischenräume reinigen: täglich, nicht optional
Die Flächen zwischen den Zähnen machen rund ein Drittel der Zahnoberfläche aus, und dort kommt die Zahnbürste nicht hin. Reinige die Zwischenräume einmal täglich, am besten vor dem Putzen.¹ Vorzuziehen sind Interdentalbürstchen, Zahnseide eignet sich vor allem dort, wo selbst das kleinste Bürstchen nicht passt.¹
Was die professionelle Zahnreinigung kann, und was nicht
Die professionelle Zahnreinigung wird oft zusätzlich angeboten. Ob sie besser vor Karies oder Parodontitis schützt als die von der Kasse bezahlte Zahnsteinentfernung, lässt sich derzeit nicht eindeutig sagen.² Sie ist eine Privatleistung und kostet meist zwischen 100 und 200 Euro.² Die Entfernung von Zahnstein dagegen zahlt die gesetzliche Kasse einmal im Jahr, und zwei Kontrolltermine pro Jahr werden ebenfalls übernommen.
Ernährung, Zungenreinigung und Vorsorge
Beim Zucker ist die Häufigkeit oft wichtiger als die Menge: Eine Tüte Gummibärchen über den Tag verteilt schadet mehr als auf einmal, weil bei jedem Naschen ein neuer Säureangriff startet.² Nimm Süßes und säurehaltige Getränke also lieber zu den Hauptmahlzeiten. Eine belegte Zunge lässt sich sanft mit einem Zungenschaber reinigen, das kann auch Mundgeruch verringern.¹ Und nimm die zahnärztliche Vorsorge wahr, viele Probleme im Mund machen lange keine Beschwerden und werden so früh erkannt.
Unsicher, ob deine Zahnpflege etwas übersieht, oder hast du trotz Putzen Beschwerden? Lass es über dentinostic von einem Zahnarzt einschätzen, anonym und in der Regel in unter vier Stunden.
Mein Fazit
Gute Zahnpflege ist kein Hexenwerk: zweimal täglich zwei Minuten, mit System und ohne Schrubben, fluoridhaltige Zahnpasta und einmal täglich die Zwischenräume. Ob Hand oder elektrisch, ist Geschmackssache. Wichtiger als jedes Detail ist die Regelmäßigkeit.

