Wann bekommt mein Baby die ersten Zähne?
Bei den meisten Babys bricht der erste Milchzahn mit etwa sechs Monaten durch, meist ein unterer mittlerer Schneidezahn.¹ Danach folgen nach und nach die übrigen, bis mit etwa zweieinhalb bis drei Jahren alle 20 Milchzähne da sind.¹
Wenn dein Baby schon sieben oder acht Monate alt ist und noch kein Zahn in Sicht ist, ist das kein Grund zur Sorge. Zeitpunkt und sogar Reihenfolge sind von Kind zu Kind sehr unterschiedlich, ein etwas späterer Start ist allein kein Anlass zur Beunruhigung.¹ Und wie es Jahre später weitergeht, wenn die Milchzähne wieder ausfallen, liest du im Artikel zum Zahnwechsel.
Zahnen-Symptome: Woran erkenne ich, dass mein Baby zahnt?
Oft kündigt sich ein Zahn an, bevor du ihn siehst. Typische Anzeichen sind:
- vermehrtes Speicheln
- viel Kauen und Nagen auf Fingern und Gegenständen
- mehr Unruhe als sonst
- gerötetes, leicht geschwollenes Zahnfleisch an der Durchbruchstelle
Das Zahnen kann für dein Baby unangenehm und manchmal schmerzhaft sein, und gelegentlich geht es mit leicht erhöhter Temperatur einher.²
Fieber, Durchfall, Schnupfen: was gehört wirklich zum Zahnen?
Leichte Beschwerden rund ums Zahnen sind häufig. Hohes Fieber und Durchfall gehören aber nicht sicher zum Zahnen.³ Entwickelt dein Baby Fieber ab 38,5 Grad, anhaltenden Durchfall oder wirkt es richtig krank, steckt eher ein Infekt dahinter, der zufällig in dieselbe Zeit fällt.³ Lass es dann ärztlich untersuchen, statt es allein dem Zahnen zuzuschreiben.
Kurz gesagt: leichtes Quengeln, Sabbern und gerötetes Zahnfleisch dürfen sein. Hohes Fieber oder starker Durchfall gehören ärztlich abgeklärt.
Unsicher, ob die Beschwerden deines Babys beim Zahnen noch normal sind? Lass sie über dentinostic von einem Zahnarzt einschätzen, ohne Termin, diskret und innerhalb von 24 Stunden.
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Was hilft dem Baby beim Zahnen?
Wegzaubern kannst du den Druck nicht, aber erträglicher machen. Vielen Babys tut gut:
- eine sanfte Massage des Zahnfleischs mit einem sauberen Finger
- ein Beißring, gern leicht gekühlt, aber nicht eiskalt aus dem Gefrierfach
- etwas Altersgerechtes und Sicheres zum Kauen
Der sanfte Druck beim Massieren oder Kauen kann die Beschwerden lindern und dein Baby beruhigen.
Zahnungsgel und Bernsteinkette: was du wissen solltest
Bei beidem ist Vorsicht angebracht. Zahnungsgele mit betäubenden Wirkstoffen solltest du nur nach Rücksprache mit Kinderärztin oder Apotheke verwenden. Von Bernsteinketten rate ich ab: Eine schmerzlindernde Wirkung ist nicht belegt, und eine Kette am Hals eines Babys ist ein echtes Risiko, weil sie sich verfangen oder reißen kann.
Ab wann Zähne putzen, und wie viel Fluorid?
Die Pflege beginnt mit dem allerersten Zahn. Putze ihn zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Kinderzahnpasta.⁴ Im ersten Jahr genügt eine reiskorngroße Menge Zahnpasta mit 1000 ppm Fluorid. Die Angabe „1000 ppm“ bezeichnet die Fluoridkonzentration und steht auf der Verpackung.⁴ Wichtig: Fluoridzahnpasta und Fluoridtabletten nicht gleichzeitig geben, sondern das eine oder das andere, und im Zweifel kurz mit Kinderärztin oder Zahnarzt abstimmen.⁴
Genauso wichtig ist die Flasche. Gib keine zuckerhaltigen Getränke oder Säfte zum Dauernuckeln, das verursacht schnell Karies. Besser sind Wasser oder ungesüßter Tee.²
Wann zum ersten Mal zum Zahnarzt?
Gesetzlich versicherte Kinder haben ab dem sechsten Lebensmonat Anspruch auf zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen, insgesamt sechs Termine bis zum sechsten Geburtstag.⁴ Der erste passt gut, sobald der erste Zahn da ist. Zusätzlich übernimmt die Krankenkasse das Auftragen von Fluoridlack zum Schutz der jungen Zähne.⁴
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Mein Fazit
Zahnen ist anstrengend, aber meistens harmlos. Sabbern, Quengeln und gerötetes Zahnfleisch dürfen sein. Hohes Fieber und Durchfall solltest du nicht einfach abtun, sondern abklären lassen. Und das Wichtigste fürs spätere Zahnleben fängt jetzt an: ab dem ersten Zahn putzen, mit Fluorid, und früh zur Vorsorge.
